Assmannhäuser Höllenberg

Assmannhäuser Höllenberg…
… Der Name war Programm, zumindest für mich 🙂

Nachdem ich die Buchvorstellung zu „Taunus und Rheingau – 25 Tageswanderung und Wochenendtouren“  im Blog von Elke gelesen hatte dachte ich nur, genau meine Region, der Taunus. Nachdem ich das Büchlein dann selber hatte und ich die Touren im Rheingau sah wurde das Interesse an der Region geweckt.

Kurz vorweg. es sind 197 Bilder geworden 🙂 kann also etwas dauern bis die Seite ganz geladen ist 🙂Also habe ich mir für meinen Urlaub einen Wandertag eingeplant und mir die Die Runde „Assmannhäuser Höllenberg“ (Nr. 22 im Buch) ausgesucht. Laut dem Wanderführer sind es 18 km und 650 HM in 6:30 . Bei mir waren es am Ende 18,4 (gpsies bereinigt) km in 6:20 gar nicht mal so schlecht 🙂

Hier aber nun zum Wandertag.

Ich packe meinen Rucksack mit dem nötigsten, programmiere das Navi und dann geht es mit dem kleinen Wanderteufel Orgo los.

6:15 Uhr – Abfahrt bei bestem Wanderwetter
7:35 Uhr – Ankunft in Assmannshausen. Das Wetter meint es heute echt gut mit allen Wanderern 🙂 Nicht zu warm und trocken.

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Los geht´s. Der Weg führt mich erst mal durch den Ortskern in den Weinberg. Noch ist es sehr ruhig hier, die meisten Geschäfte haben noch geschlossen und die Restaurantes um diese Zeit eh noch. In die Berge gehe ich erst mal auf betonierten Wegen, entlang des Rhein Steigs, bis zu dem Schriftzug der von unten noch sehr klein aussah 🙂

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Ab hier folge ich erst mal dem Weg mit der Bezeichnung H7.

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Nach ein paar hundert Meter durch die schönen Weinlandschaft kamen an einer Kreuzung neben dem Wegmarkierungen eine interessante Art ein Schild zu befestigen 🙂 darauf folgten dann erst mal Wiesen, Felder, Obstplantagen und Tiere samt Futterautomat 🙂

Wenn man an dieser Kreuzung gerade aus läuft kommt man auf kurzem Weg wieder zum Rhein Steig. Im Wanderführer steht zwar das es die Abkürzung für die ist die Kinder dabei haben, oder nicht so weit laufen wollen, allerdings sollte man sich bewusst sein dass das der abenteuerlichste Teil des Weges wird. Hierzu später mehr. Ich mache erst mal eine kurze Pause und tauche dann in den Wald ein.

Anschließend ging es lange Zeit auf Forstwegen durch den veträumten Wald.

Der erste „Höhepunkt“ war dann die Weberhütte am Teufelskärdisch. Hier wurde man mit einem super Ausblick über den Rhein belohnt. Und den Namen hat die wohl auch verdient, steht ja auch dem Höllenberg 🙂

Auf halber Strecke kam ich dann an den auf den Rhein Steig, auf dem ich dann auch den größte Teil des restlichen Weges gehen sollte. Aber erst mal wollte ich noch mal einkehren. Es ist jetzt 11:45 , eine gute Zeit eine größere Pause einzulegen. Ohne den Hinweiß im Wanderbuch und dem Wegweiser währ ich da echt dran vorbei gelaufen, glaube ich 🙂  Hier ging es dann auf einem schmalen, nassen, leicht schlammigen und teilweise steilen Pfad bergab. Unten wollte ich was essen, aber leider ist dort Mo. und Do. Ruhetag. Hätte ich eigentlich wissen müssen, steht im Wanderführer. Ca ab hier unten hatte ich dann auch mal den Pulsmesser aktiviert und mit der Sportapp von Runtastic meinen Herzschlag mit aufgezeichnet. Ich habe im Kopf schon gemerkt das der recht hoch sein muss, aber das ich bei den Anstiegen teilweise bei um dei 190 lag war schon heftig. Im Durchschnitt hatte ich dann ab hier einen Puls von 131. Das nächste mal ist das Teil von Anfang an aktiv.

Ok, wieder oben am RheinSteig angekommen ging es auch gleich weiter aufwärts bis zu dem Punkt wo mein Ursprünglicher Weg war. Erst mal Pause, trinken, Müsliriegel. Immerhin gab es leider nichts zu Essen und ich bekam so langsam dann doch hunger. Ab hier sollten es laut Navi noch gut 1:45 sein bis an Ziel.

Nun ging es ausschließlich auf dem RheinSteig wieder in Richtung Assmannshausen. Anfangs war es auch noch recht ruhig und man konnte seine Beobachter mal beobachten und auch diese haben mich nicht aus den Augen gelassen 🙂 und das leise Grundrauschen des Rheins genießen. Zudem habe ich mein erstes Steinmännchen gebaut 🙂

Doch dann kamen die ersten „Klapperstörche“ um die Ecke und es wurde langsam voll auf dem Weg. Ich habe ja nichts dagegen seine Stöcke zu benutzen, nur bringen diese Metallspitzen auf dem Schotterwegen leider nicht viel und sind nur laut. Auf dem rutschigen Weg den ich kurz vorher gehen durfte hatte auch meine Stöcke im Einsatz, aber das war auch das einzige Stück wo es wirklich nötig war.

Nach weiteren paar hundert Metern ging es in den Wald auf so einen richtig schönen Waldweg. Dieser beginnt an der stelle wo die oben beschrieben Abkürzung auf den RheinSteig trifft. Hier ist noch mal eine wunderschöne Stelle für einen tollen Blick über den Rhein.

Aber ab jetzt wird der Weg immer Abenteuerlicher. Es wird schmaler, steiniger, schräger und die Hänge rechts und links immer steiler. Noch geht es, aber für kleinere Kinder ist das nichts hier, ich hätte da zu viel angst um meinen Sohn. Und das ist erst der Anfang. Es geht noch enger und natürlich nicht ohne Gegenverkehr. Langsam steigt wieder der Puls etwas an, nicht weil es körperlich anstrengend ist, sondern weil es höchste Konzentration bedeutet. Man ist das eng. Ohne richtige Schuhe und sehr guter Trittsicherheit geht´s da nicht weiter. Kurz vor der Stelle mit dem Holzgeländer kam die für mich anstrengendste was das überwinden von Angst angeht. Mir pulsierte das Blut im Kopf. Links eine vorstehende Steinwand, rechts gut 10 Meter Abhang und dazwischen ein 30cm schmaler Pfad der auch noch leicht um die Ecke ging. War ich froh als ich da rum war. Die Stelle habe ich zu allem Überfluss auch noch gefilmt 🙂

Ab hier ging es dann eigentlich ganz gemütlich bergab bis zu meinem Auto. Ab km 16 haben meine Fußballen dann angefangen zu schmerzen, aber da mussten sie jetzt durch, war nicht mehr weit bis ans Ziel.

Immer wieder gibt es tolle Ausblicke auf die Burgen, die Weinberge und den Rhein.

Nachdem ich dann am Auto war und meine Schuhe getauscht hatte musste ich erst noch mal eine „Kleinigkeit“ essen.

Auch wenn sich die Sonne den fast den ganzen Tag hinter kleinen Wölkchen versteckt, aber ab und zu kam sie auch mal durch und es kamen auch mal dickere Wolken, aber es blieb weiter trocken.

Hier noch mal alle Bilder, auch die die ich jetzt nicht direkt im Beitrag hatte in der Diashow. Leider nicht ganz chronologisch.

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Einziges Manko: Es war wohl doch viel „Stress“ für meinen Körper. Mir hat das Wandern, die Luft, die Natur und die Ruhe so gut getan, aber am Abend als ich dann wieder daheim war kamen die Kopfschmerzen und das so richtig heftig. Zwei IBU und 10 Stunden Schlaf später waren sie noch nicht ganz weg, aber es war auszuhalten. 🙁 Scheiß Histamin, macht mir immer wieder zu schaffen. Den selben Effekt hätte auch ein halbes Glas Bier gehabt, aber das währ nicht so schön gewesen. Aber ob ich so wirklich trainieren und den Marathon im kommenden Jahr mitwandern kann ist fraglich. 🙁

Und hier die Tour

2 Antworten auf „Assmannhäuser Höllenberg“

    1. Danke Elke. Auch wenn der schmale weg nur ca 5-10 Meter waren war es schon heftig. Ich hatte echt schon weiche Knie.

      Bin auch froh das ich es geschafft hatte.

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