Prädikats-Rundtour Baumgeister-Tour

Beim letzten mal habe ich die Baumgeistertour, eine Rundtour am Rhein-Burgen-Weg abgekürzt weil es für die beiden Kids einfach zu lang geworden wäre. Mich reizte der Weg und ich wollte ihn unbedingt gehen. Heute soll es trocken bleiben und es ist auch noch lange genug hell um die rund 17 km Runde zu schaffen. Es ist aber sehr sehr dichter Nebel, aber egal, ich muss raus 🙂 Also, ein paar Sachen gepackt, die Zwiebelkleidung angelegt und ab in den Binger Wald bei Weiler.

Ich starte am Forsthaus Jägerhaus was den Hintergedanken hat das man da am Ende auch noch mal schön einkehren kann. Die haben immer sehr gutes Essen und eine tolle Auswahl an Kuchen. Hier war auch schon am frühen Morgen einiges los da es auch schon Frühstück gibt. Ich muss jetzt aber erst mal laufen und starte meine Runde gegen den Uhrzeigersinn.

Es geht gleich erst mal rutschig auf nasser Wiese ordentlich bergab in Richtung Steckeschlääferklamm. Der Wald ist noch in dichten Nebel gehüllt. Es ist eben Herbst.

Bilder aus der Klamm hatte ich beim letzten mal schon, deswegen heute mal keine. Ich wollte mich eigentlich auch mehr aufs Laufen konzentrieren und nicht so viele Bilder machen. Nach der Klamm ging es erst mal im Wald durch dicken Schlamm und es regnete. Nein, nicht wirklich, aber der Nebel viel von den Bäumen, hätte dann auch echt Regen sein können. 🙂 Aber egal, es ist super an der Luft.
Anschließend ging es zur Villa Rustika. Ich dachte ja eigentlich da gibt´s was zu essen, oder wenigstens Kaffee, aber leider war es dann doch nur eine Ausgrabungsstätte. Aber es ist toll hier, man kann sehr gut erkennen und sich vorstellen was das hier mal war und auch ein schön angelegter Garten, ganz nach den Vorgaben der alten Bewohner.

Ab hier begleitete mich eine älter Dame die auf der Suche nach tollen Herbstmotiven für ihre Bilder war. Wir hatten für einige Meter den selben Weg und plauderten ein wenig über das Fotografieren, den Herbst und ihren Fotoclub. Sie wandert der Bilder wegen, hat also eine entsprechende Ausrüstung dabei, ich dagegen hatte nur mein Handy mit weil für mich das Bilder machen eine “Randbegleitung” aber so treffen sich Menschen mit unterschiedlichen Interessen auf den selben Wegen. Sie bog dann kurz vor der Hängebrücke rechts auf eine Waldlichtung um ein paar Spinnen in ihren Netzen, welche voll Nebel hingen, zu fotografieren.
Wie schon gesagt kam dann auch gleich die tolle Hängebrücke. Aber Vorsicht, die ersten paar Meter ging ich zügig vorwärts, wohl aber eher unfreiwillig. Da halfen auch die Vibram Sohlen nichts. Das Holz war dank der Feuchtigkeit echt super rutschig. Ich konnte mich gerade noch so auf den Füßen halten. Mhhh, auf der anderen Seite muss ich dann irgendwie wieder hoch… 🙂 Das gelang mir nur weil ich mich am Geländer entlangziehen konnte. Unglaublich, das war wie Eis.

Nach der Brücke ging der Weg über schöne Waldwege weiter. Was man aber auch sieht, hier sind Wildschweine unterwegs, überall ist der Boden aufgewühlt. Ich hielt die Augen offen, keine Lust die zu treffen die hier und da nach Essen gesucht haben. Schon etwas unheimlich. Der Nebel, die Tierspuren und dann alleine. 🙂

Viele Wanderwege verliefen hier  parallel. Der Rheinburgenweg, der Soonwaldsteig und auch DER Pilgerweg nämlich der Jakobsweg. An der Gaststätte Forsthaus Heiligenkreuz kam alles zusammen. Hier war dann auch einiges los. Auf all den Wegen waren Wanderer unterwegs und fast alle musste sich erst mal orientieren. So viele Wege treffen hier zusammen, oder kreuzen sich.

An zwei Aussichtspunkten kam ich vorbei. Man soll hier einen tollen Blick auf und über den Rhein haben. Hahaha, vor mir hat er sich erfolgreich versteckt, aber ich hatte ihn hören können, das rauchende Wasser und die Schiffe. Auch hier begleitet mich der Soonwaldsteig.

Uralte Mauern stützen den Weg der zum Teil an steilen Hängen liegt und hier und da zeigt mal ein Pilz oder man sieht den Nebel auf den Spinnennetzen. Moosüberdeckte Wurzeln und Steine. So was sieht man nur im Herbst, da achtet man bei schönem Wetter drauf.

Fast an der Hälfte der Strecke kommt man zu einem gemütlichen Gasthaus mit großer Terasse in Richtung Rhein, aber auch hier mag er sich noch nicht zeigen. Die Gaststätte ist offen und draußen sitzt ein junges Päärchen. Ich habe auch erst überlegt einzukehren, aber dann entschloss ich mich dies an der Burg zu machen. An den Wegweisern ist nun auch gut erkennen das es so langsam an den Rückweg geht. (Wenn die KM zum Ziel in Laufrichtung weniger werden als in die Richtung aus der man kam 🙂 )

An den Rheinhängen wird es noch mal richtig eng und steil bis man an den kleinen, alten Wachturm kommt der schon gefährlich in der Luft hängt. Jetzt zeigt sich aber auch der Rhein und man hat von hier einen super Blick auf die Burg Rheinstein, eine sehr schöne Burg. Ich mache erst noch mal eine kleine Rast mit Tee, Gurken und meinem Brötchen. Als Nachtisch ein paar Kekse und dann geht´s auch schon weiter.
Von der Burg mache ich noch ein paar Bilder. Eingekehrt war ich dann doch nicht, das wäre mir von der Zeit zu eng geworden. Bei dem heftigen Anstieg hinter der Burg war ich dann auch ganz froh nicht den Bauch so voll zu haben.

Die Markierungen zeigen mir das weniger wird. An der Burg war es ziemlich genau die Hälfte der Strecke. Ab hier geht es dann immer schön im Wald und eher unspektakulär weiter. Abgesehen von den Abschüssigen Wegen und dem kleinen Bach der sich eindrucksvoll seinen Weg in die Felsen schliff.

Hier macht der Weg noch mal einen kleinen Schlenker zwischen Pferdekoppeln hindurch zu einem Reiterhof mit angeschlossener Gaststätte, aber nicht ohne noch mal ein paar gute Höhenmeter mitzunehmen.

Man sieht, es ist nicht mehr weit bis zum Ziel und der wohlverdienten Einkehr. Der Wald leuchtet noch mal so richtig in den herbstlichen Farben.

Endlich Essen. Schweigen und genießen 🙂

Fazit:
Eine tolle Tour die auch im Herbst noch ihre Reize hat. Auch wenn ich so ca ab km 12 – 13 langsam echt mit mir kämpfen musste, aber das Auto stand eben noch ein paar Kilometer weiter weg und da musste ich wieder hin. Und ich habe es ja auch geschafft. Und ich muss sagen, ich war nicht so fertig wie nach dem Assmannhäuser Höllenberg, die genau auf der anderen Seite des Rheins verläuft konditionstechnisch und von der Länge mit dem heutigen Rundweg vergleichbar ist.

Mir geht´s super 🙂


 

Weitere Informationen zu dieser und weiteren Prämium-Rund-Touren findet man auf der Seite www.romantischer-rhein.de

Die Tour


GPS-Daten

4 Antworten auf „Prädikats-Rundtour Baumgeister-Tour“

  1. Hallo Tobias,
    dank Deiner tollen Bilder und Deines Artikels habe ich richtig Lust auf die Tour bekommen. Vielleicht sollte ich ihr noch eine Chance geben.
    Aber sag mir wie finde ich zum Startpunkt?
    Viele Grüße
    Steffi

    1. Danke für den netten Eintrag. Das war, auch bei dem nicht so wirklich tollen Wetter, trotzdem eine schöne Tour. Ich war auch vorher schon mal mit zwei Kids auf einem Teil der Tour unterwegs. Den Bericht dazu findest du hier “Etwas mehr als nur die Steckeschlääferklamm”.
      Der Startpunkt liegt im Binger Wald. Es gibt Schilder Richtung Jägerhaus, bzw. Kinderheim, oder so ähnlich steht auf den Schildern. Ich bin am Anfang aber auch lange rum gefahren und war dann froh als ich endlich da war. Für das Navi gibt es keine Adresse, das habe ich dann beim zweiten mal als “Ziel auf der Karte” ausgewählt und den Punkt in der Karte gesucht 🙂

      Hier der Google Maps – Forsthaus Jägerhaus, Weiler bei Bingen Link zum Startpunkt.

      Wünsche dir viel Spaß wenn du die Runde gehst.
      Grüße
      Tobi

  2. Obwohl das Wetter ja wirklich sehr trüb aussah, hat dein Bericht totaaaaal Lust auf die Runde gemacht…. weil man spürt, dass das Wetter eigentlich auch egal wird, wenn man in der Natur sein kann. Schöne Stimmung hast du eingefangen 🙂 Liebe Grüße

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