PwC Gipfelstürmer 2015 – Tag 1

Die Rucksäcke sind gepackt als um 3 Uhr mein Wecker klingelt. Ich bekomme kaum die Augen auf obwohl ich bis dahin kurz, aber gut geschlafen habe. Um 4:24 fährt die Bahn damit ich pünktlich um 5 Uhr am Bus hinter dem Tower 185 sein kann. Denn heute geht es für drei Tage mit vielen tollen Kolleginnen und Kollegen nach Österreich ins  zum Wandern.

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Was für ein Ausblick.

 Hier der Plan für den Tag.

> Abfahrt mit dem Bus um 05:30
> Geplante Ankunft 12.00 bis 12.30 je nach Verkehr
> Treffpunkt: Parkplatz an der Gondelbahn => Füssener Jöchle Strasse 8, 6673 Grän, Österreich
> Gemeinsame Auffahrt mit Gondelbahn zur Sonnenalm
> Tour: Otto-Mayr Hütte und Vilser Scharte

> Von der Sonnenalm über die 414 an der Läuferspitze vorbei über den Haller Schrofen zum Hallergernjoch.
> Wer Lust hat kann noch bis zum Friedberger Klettersteig (und dann wieder zurück)
> Vom Hallergernjoch talabwärts zur Willi Merkl Hütte respektive Otto Mayr Hütte, wo wir Einkehren.
> Geübte: hoch zur Vilser Scharte und zurück zur Sonnenalm => wenn noch Zeit kann dort nochmal ein Kaffee/Radler/Hefe getrunken werden
> Profis: hoch zur Große-Schlicke und über Vilser Scharte zurück zur Sonnenalm

Dann ins Hotel:
Naturhotel LechLife


Und so war dann mein bzw. unser Tag.

Pünktlich um 5:30 Uhr geht es los und es sind auch fast alle an Board. Nur eine Kollegin hat sich etwas in der Zeit vertan. Wir nehmen sie dann später in Aschaffenburg mit. Und so geht es dann mit einem voll besetzten Bus weiter Richtung Wochenende dem Sonnenaufgang entgegen.

Die erste Pause machten wir nach rund 300 km am Rasthof Ohrenbach West, dort bekamen wir dann auch unsere diesjährigen Givaways. Diesmal eine Trinkflasche aus Metall. Kurze Zeit später noch mal eine kurze Pause in Illertal West. Die Laune im Bus ist angesichts des super Wetters hervorragend, so kann es weiter gehen.

Pünktlich um 12:30 sind wir am Ziel. Super Vorhersage muss man da schon sagen. Der Bus hält, alle steigen aus um dann festzustellen das wir an der falschen Bahn stehen. Wir hätten noch einen Parkplatz weiter fahren müssen, aber der ist auch nur ein paar Meter von unserem Standort entfernt, das nahmen wir dann als “Aufwärm-strecke”.

In jede Gondel der Gondelbahn Füssener Jöchle passen 8 Personen und so dauert es einen Moment bis alle oben sind. Immerhin ging es auf 2.630 Meter Länge von 1.205 auf 1.821 Meter.

Am Anfang steht der Anstieg. Na gut, es war nicht wirklich hoch, aber der Hang war steil genug das man schon sehr aufpassen musste wo man hin tritt. Die Technik war nicht das Problem, eher schon die ungewohnte Höhe und die Neigung am Hang für die man schon eine gute Trittsicherheit mitbringen sollte. Schon auf den ersten Metern zog sich die Gruppe aus 58 Leuten schnell auseinander, was aber auch schon in etwa so vorgesehen war. Es gab ja extra die Tour für geübte und die für Profis.

Als ich den ersten Gipfel sah und auch wie die alle da hoch sind entschied ich mich dann doch lieber die Tour für die Geübten zu gehen. Das war mir dann doch zu gefährlich. Wir haben dann noch einen Moment unsere “Bergziegen” beim klettern beobachtet und uns auch weiter auf den Weg gemacht. Wir haben uns Zeit gelassen, zum Bilder machen und um einfach das alles auf uns wirken zu lassen.

Der nächste Gipfel war nicht so schwierig, aber wir haben dann doch zu viel an Zeit verloren. Uns kamen schon die ersten entgegen und haben darauf hingewiesen das wir das zeitlich nicht mehr schaffen können. Schade eigentlich, aber als dann auch noch ein Schauer um die Ecke kam packten wir unsere Sachen und gingen weiter abwärts in Richtung Otto Mayr Hütte gesehen haben wir sie schon.

Doch der Weg sollte kein leichter sein. Es ging stetig bergab, über Wurzeln und Felsen, durch ausgewaschene Wege die durch den Regenschauer auch noch recht rutschig wurden.

Ich habe dann mitbekommen das etwas hinter uns noch zwei Frauen aus unserer Truppe alleine den Weg suchten und wartete noch einen Moment bis sie aufgeschlossen hatten. Immerhin hatte ich schon mitbekommen das die Zeit jetzt doch echt Sau knapp wird auch wenn ich da noch nicht wusste WIE knapp es werden sollte und heftig der Weg zurück zur Bergstation noch war.

Wir ließen die Einkehr zu Gunsten der letzten Talfahrt, die wir unbedingt noch bekommen wollten, ausfallen und bogen so, ohne große Pause, kurz vor der Hütte links ab. Von nun an geht´s Berg auf. Die 4 Mädels vor mir sind am Ende und auch mir tun die beiden Blasen am Fuß weh, was das laufen etwas erschwert. Es hilft alles nix, wir müssen zur Station.

Unterwegs kommen uns immer wieder Familien entgegen die zur Hütte liefen um dort zu Übernachten. Diese fragten wir dann auch immer wie weit es noch ca bis zur Gondelbahn ist und die Zeiten, die wir hörten waren immer ein Antrieb es doch noch zu schaffen, denn eigentlich waren wir viel zu spät.

Eine Kollegin wollte schon nicht mehr weiter, aber wie sagt man so schön? Wir lassen keinen zurück 🙂 Also nahm ich ihr den Rucksack ab um es ihr etwas leichter zu machen und motivierte sie immer wieder zum weitergehen. Wir schaffen das, oder wir müssen die rund 2 Stunden ins Tal laufen, und da hatte von uns eigentlich keiner mehr wirklich Lust drauf.

Und tatsächlich, die letzte Abfahrt war um 16:30 und um 16:35 waren wir da. Selbst ein Krampf in meinem Linken Oberschenkel konnte mich auf den letzten Metern nicht mehr bremsen. Und nun? Wir waren zu spät! Doch nach ein paar Verhandlungen ließ der nette Herr von der Gondelbahn noch mal 2 Gondeln fahren und so blieb uns der Abstieg doch noch erspart. Puhh, grade noch mal gut gegangen.

Im Hotel angekommen waren die Taschen und Koffer schon an die Zimmer verteilt. Schnell aus den Schuhen raus, in die Dusche und die Blasen versorgen und erst mal in der Wellnessbereich (von hier gibt´s aber keine Bilder 🙂 ) Es gab ein Schwimmbad in dem man auch mal ein paar Bahnen schwimmen kann und eine kleine Sauna Landschaft bestehend aus einer Sauna, einem Dampfbad, Tauchbecken, einem Ruheraum und einer Infrarot Sauna. Leider wurde es da schnell sehr voll und eng, weil es nicht sehr groß war. Der Blick aus dem Zimmer war dafür umso größer.

Anschließend wartete ab 19:30 das Abendessen auf uns. Der Blick von der Terrasse ist ein Traum. Der Speisesaal ist ganz nett hergerichtet und Plätze sind gut verteilt. Am Rand steht ein gut gefülltes Salatbuffet an dem man sich schon mal bedienen kann. Zu essen gab es ein drei Gänge Menü bestehend aus Suppe, Hauptgang und Nachtisch.

Ich war nach dem Essen nicht mehr lange am feiern. 3 Uhr aufstehen, 5 Stunden im Bus und dann noch die Tour. Ich war platt. Und es ging wohl vielen so, aber ein paar haben noch etwas länger durchgehalten.

Vielleicht wird sich an den Bildergalerien noch das ein oder andere ändern wenn ich noch mehr Bilder von anderen Kollegen bekomme die ich mit einbinden darf.

Fazit:

Ein langer und harter Tag geht zu Ende. Die Nacht war kurz, die Fahrt war lange, die Tour sehr anstrengend. Das Essen war lecker und die Betten waren auch ganz OK. Mir ging es trotz allem Stress sehr gut und ich bin froh das ich dieses Jahr wieder mit dabei bin. Und das wo es im letzten Jahr nur Regen und Nebel gab.


Infos

Nr.5Datum11.12.2015
StreckennamePwC Gipfelstürmer2015 Tag1
Rundkurs/EtapperundAnzahl Begleiter57
Anfahrt425 kmEinkehrNein
StartSonnenalmZielSonnenalm
Länge5,16 kmZeit03:35:00
Aufstieg453 mAbstieg453 m
Höhendiff341 mRückenOK
Wetterwolkig, zwei SchauerGesamtSuper
Füßeje eine Blase am FußGepäcketwas zu viel


Weitere Links und Infos

Die Liste aller Touren (geplant / aufgezeichnet) der Gipfelstürmer 2015 findet ihr in meinem Streckenordner bei GPSies:
GPSies - TobiasKolberg

Gondelbahn:  Gondelbahn Füssener Jöchle
Start:   Sonnenalm Tirol
1. Hütte:  Otto Mayr Hütte
2. Hütte:  Willi Merkl Gedächtnis Hütte

Hotel:Naturhotel LechLife

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