Saalburg-Herzberg-Limes

Heute wollte ich mal eine Tour im Taunus machen. Die GPS Tour ist aus dem Wanderführer Taunus und Rheingau der in dem verlinkten Blog sehr schön beschrieben ist.

Die Zeit war genau richtig zum wandern, 30-60 Minuten später muss man sich einen Helm anziehen wegen tieffliegender Radfahrer. Aber in der Regel geht der Kontakt gut.

Ich kam an der Saalburg an und da wartete ein leerer Parkplatz auf mich. So kann das bleiben, dann sind auch die Wege schön leer.

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Der Weg beginnt leicht steigend auf gut beschilderten, festen Wirtschaftswegen, aber schnell geht es auf Pfaden durch den Wald. Immer schön leicht aufwärts.

Wandern_IMAG0166_Saalburg_Herzberg_Limes_Rundweg_20140609_Tobias_011  Wandern_IMAG0164_Saalburg_Herzberg_Limes_Rundweg_20140609_Tobias_009 Wandern_IMAG0165_Saalburg_Herzberg_Limes_Rundweg_20140609_Tobias_010

Und sooo viele schöne Orchideen, der Hammer. Immer wieder komme ich an diesen schönen Blumen vorbei.

Das ist keine Herausforderung, dachte ich mir noch als ich erst mal die Beine der Hose kürzte, aber ich sollte schon bald eines Besseren belehrt werden. So langsam wurde der Weg immer steiler und der Untergrund immer loser, hier ist echte Trittsicherheit gefragt die ich auch dank der Schuhe habe. Nach dem ersten „Anstieg“ -wenn ich wüsste- erst mal ein kleines Päuschen und ein paar Bilder der tollen Aussicht. Ab hier ging es erst so richtig hoch. Der ‚Telegrafenweg‘ sollte mich an meine Grenzen bringen. Hier merkte ich dann ganz schnell was ich im Auto vergessen hatte, meine Stöcke. Und mir wurde schnell gezeigt was es heißt Kondition zu haben, oder auch nicht. Dieser Aufstieg. Zwischendurch musste ich einfach stehen bleiben, durch atmen und mich auf die Beine stützen. Puh, das war heftig und gibt bestimmt ordentlichen Muskelkater. Schon jetzt spüre ich jede Treppenstufe. Aber zurück zum Weg.

Wandern_IMAG0188_Saalburg_Herzberg_Limes_Rundweg_20140609_Tobias_033 Oben am Pfad angekommen steht ein Aussichtsturm der aber noch geschlossen war, auch die Gaststätte war zu, leider. So packte ich also mein Brot und mein Wasser aus und machte erst mal Pause. Ab hier ging es dann aber überwiegend bergab. Mal auf Wirtschaftswegen, mal auf kleinen Pfaden, wo dann auch immer mehr Radfahrer waren. Zwischendurch hatte ich meine Stiefel mal auf Halbschuh gebunden, aber im Abstieg im Wald war dann der Hoch gebundene doch besser. Der Untergrund war lose, steinig und rutschig, aber es lies sich ganz gut laufen. Mit Stöcken aber noch mal besser. Als ich dachte jetzt ist der Weg ja klar und ich kenne die Schilder bin ich dann doch einmal falsch abgebogen, bzw. habe den Weg verpasst, das merkte ich aber nach gut 100 Meter mit einem Blick aufs Handy. Den ganzen weg zurück wollte ich nicht da der richtig nur ein paar Meter oberhalb von mir verlief. So entschied ich mich einfach durch den steilen Wald wieder auf den rechten Pfad zu kommen. Gute Idee, auch wenn es etwas dornig und anhänglich wurde. Den Erfindern des Klettverschluss sei dank. Die Dinger hingen an jeder Faser der Socken. Ab hier ging es weiter dem Limesweg entlang zurück zur Saalburg. Leider konnte ich nicht genau den GPS Daten um das Kastell folgen. Der Zaun wurde wohl etwas versetzt und so musste ich eben etwas weiter entfernt den Bogen laufen.

Fazit: – Das wird meine neue Trainingstour, aber nächstes mal, Stöcke und Handtuch einpacken und vielleicht noch etwas früher los. Ich fühle mich etwas erschlagen, aber sehr gut. Der Wald, die Vögel und die meiste Zeit auch alleine sind Entspannung pur. – Nicht geeignet für Buggis, kleine Kinder und Hunde. Der Anstieg am Telegrafenweg ist einfach zu heftig.


Hier noch mal alles Bilder der Tour:


Der Streckenverlauf:

Eine Antwort auf „Saalburg-Herzberg-Limes“

  1. Auch ein sehr schöner Tour-Bericht! 🙂 Bin selbst häufiger im Taunus auf ähnlichen Pfaden unterwegs und lese Deine entsprechenden Beiträge gerne…weiter so!

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