Schächerbachtour – Extratour Vogelsberg – gekürzte Version

Heute war die ganze Familie am wandern. Das Wetter hätte etwas wärmer ein dürfen, aber es war wenigstens trocken.
Mir wurde in einem Kommentar von Region Vogelsberg Tourismus die Schächerbachtour im sagenhaften Schächerbachtal bei Homberg (Ohm) empfohlen.
Nach der Beschreibung auf der Seite sind es gut 9km in 2,5 Std. Das ist die reine Gehzeit ohne Kind.
Wir haben die Strecke abgekürzt weil dem Junior die Füße weh taten und weil es doch ungemütlicher war als gedacht, ein kalter Wind kam auf.

Doch hier erst mal unser Tag, unsere Erlebnisse und drei neue Produkte.

Wie geplant starteten wir vom Parkplatz an der Stadthalle. Kurz orientiert, Wegmarkierung gefunden und los. Meine Frau und der Sohnemann mit neuen Schuhen und der Junior auch mit neuem Rucksack über den er sich total gefreut hat.
Wir folgen also der Markierung mit dem Vogelsberg.

Nach ca 100 Meter sagte meine Frau das erste mal das die Schuhe an den Waden reiben und man hat direkt gesehen das es rot wurde, die Socken rutschen in die Schuhe. Nach weiteren ca. 150 Metern bin ich dann zurück ans Auto und habe die Turnschuhe geholt. Vielleicht waren die Socken Schuld, oder die Schuhe zu locker. Werden es noch mal mit dicken Socken und Einlagen probieren. Aber OK, auf dem größten Teil der Strecke konnte man auch mit normalen Schuhen laufen, wenn auch nicht so gut.
Aber gut, die Wanderschuhe an den Rucksack – ich weiß nicht wie der Weg noch wird – und weiter geht’s. Es geht erst mal durch eine Hobbygarten Anlage mit zum Teil echt schönen Gärten und dann doch erst mal wieder auf geteerten Straßen vorbei an eine wohl nicht mehr genutzten Speedway Strecke, das haben wir später erfahren.

Nach der Speedway Strecke überquerten wir das erste mal den Schächerbach, gingen an einer Mühle vorbei bei der das Wasserrad sogar noch in Betrieb ist, bogen ein paar Meter später links ab und mussten über einen Hof, auf dem im Herbst auch gekältert wird. Heute aber leider nicht, die Apfelernte hat erst angefangen und es wird nur Samstags gepresst, schade. Meine beiden Begleiter fragten mich hier schon ob das denn wirklich Wanderwege seien? Zwischen Gärten, auf Straßen und immer wieder Häuser. 🙂
Weiter geht´s über eine Streuobstwiese in den Wald, ab hier war es dann auch ein “Wanderweg” und Claudi, meine Frau, hätte jetzt lieber ihre anderen Schuhe an, was den Untergrund angeht, aber es geht auch so noch. Ein Aussichtspunkt mit dem Namen “Schöne Aussicht” wird vom Kleinen gleich wieder genutzt um sich kurz zu setzen.

Im Wald, unweit der schönen Aussicht ein Pilz der mir droht, der mir Angst machen will 🙂

Gleich um die Ecke, ein Pfadfinderlager. Die Aussicht vom hier und das Lager selber sind auch nicht schlecht.

Von hier ging es im Wald weiter zur Hütte des hiesigen Wandervereins im großem Abenteuerspielplatz und einem offenen Toilettenhaus trotz geschlossener Hütte. Das finde ich echt total gut. Hier fanden sich dann auch immer mehr Gruppen mit Kindern ein die hier picknicken wollen. Auch wir haben uns eine Zeit lang hier aufgehalten und mal alles ausprobiert bis es dann weiter ging.

Von hier ab geht es wieder im Wald weiter, immer auf mehr, oder weniger festem Untergrund. Und es gibt viel zu entdecken. Zum Beispiel die “Knallblume” 🙂 wenn man die Samenträger berührt, und diese schon fast von selbst aufgehen dann springen sie auf und der Samen fliegt raus. Das war sogar eine neue Erfahrung für Claudi, sie kannte die Pflanzen auch noch nicht. 🙂

Und wie gesagt, wenn man etwas aufpasst und mal ein wenig rechts und links schaut dann sieht mal auch Leben am Weg. Die eine Maus war dann leider doch zu schnell verschwunden, aber die hier hat schön gewartet.

Kurz nach der Spinne haben wir dann abgekürzt. Die Markierung zeigte nach links aber unser Weg führte nach rechts. Die große Runde wäre heute etwas zu viel geworden und auf der Karte konnte man gut sehen das es hier eine Verbindung gibt. Nach vielleicht 100 Metern gelangten wir dann auch schon wieder auf den richtigen Weg. An der Kreuzung wurden wir dann noch von einer Familie überholt die genau den selben Gedanken hatte, allerdings sind die die Runde andersrum gelaufen. Diese Abkürzung liegt auch ca in der Mitte. Nächstes mal nehmen wir den Parkplatz auf der anderen Seite und gehen die andere Hälfte 🙂
Ab hier führt der Weg großteils über Wiesen mit wunderschönen Ausblicken und einer erstaunlichen Pflanzenwelt, über die erste abenteuerliche Steinbrücke, hin zu unserem nächsten Rastplatz auf einer kleinen Insel. Hier ist es wunderschön so dass wir einen Moment hier verweilen.

Über eine schmale Brücke gelangten wir bald wieder aus dem kleinen Wald raus. Bei etwas schönerem Wetter (hier kam grade richtig kalter Wind auf) kann man auch an der Brücke vorbei auf dem Naturkneippfad durchs Wasser gehen, dass haben wir dann heute mal ausgelassen. Einige Bauern bearbeiten ihre Felder. Vorbei an einer schön gelegenen Grillhütte geht es auf geteertem Weg bergab zur Ohm. In einem Nebenarm, der durch ein Wehr getrennt ist, geht es über die nächste, letzte und längste Steinbrücke. Ich kann mit meinen Schuhen nebenher durchs Wasser gehen bis fast auf die andere Seite und meinen Begleitern die Hand reichen 🙂

Jetzt noch schnell über die frisch gemähte Wiese und erst mal lecker einkehren. Die Speisekarten haben mal was. Die für die Großen hat die Form eines Mehlsack und die für die Kleinen ist eine Mühle wo man durch drehen des Rades die Speisen gezeigt bekommt. Sehr schön gemacht. Und Lecker war es auch.

Gut gestärkt traten wir die letzten Meter zum Auto an. Es ging noch mal richtig steil hoch und ich musste Claudi und Marc teilweise echt festhalten weil sie doch ins rutschen kamen. Es war nicht mehr weit, aber eben steil. Hier habe ich dann auch keine Bilder mehr gemacht, zu sehr war ich auf die wichtigen Dinge konzentriert.

Am Ende sind wieder alle gut am Auto angekommen.


Zu den getesteten Produkten:

Die Kinderwanderschuhe hielten dicht, waren recht rutschfest und Marc hat sich nicht beschwert das es drückt oder so. Die scheinen also gar nicht so schlecht zu sein.
In den Rucksack geht einiges rein. Wir hatten eine Tüte Kekse, eine kleine Trinkflasche, die Regenjacke und noch eine Sitzunterlage. Es war noch etwas Platz und in den Seitentaschen hatten wir auch nichts rein. Der Rucksack sitzt gut und dank des Bauchgurtes auch noch beim rennen. Nicht ein mal wurde am Gurt gezogen damit er wieder richtig sitzt, was für alle schon viel entspannter war.
Über die Damenschuhe kann ich vielleicht nach dem nächsten mal mehr erzählen wenn die mal ein paar Kilometer getragen wurden, dass hat ja heute leider nicht so gut funktioniert.

Fazit zum Tag:

Es war eine super schöne Wanderung und am Ende hatten wir alle Spaß. Claudi hat es auch ganz gut gefallen, auch wenn es erst mit den Schuhen nicht so geklappt hat, aber so oft wie ich muss sie dann doch nicht wandern, sie liest dann lieber, was aber auch OK ist 🙂

Link zur Tourseite:

Sagenhaftes Schächerbachtal: Schächerbachtour Homberg

GPS:

Meine Tour:

Original Tour:

Zur besseren Darstellung die Wegpunkte unter “Mehr…” ausblenden.

 

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